Absolute Beginner: Bebop 2 Drohne

Verspürt man den Wunsch beeindruckende Aussichten – besonders auf mehrtägigen Touren – aus einer neuen Perspektive festzuhalten, liegt der Einstieg in die Welt der Foto- und Video-Drohnen nahe. Die Bebop 2 Drohne scheint dafür ein ideales Modell zu sein: Die Steuerung ist für einfache Bedienung konzipiert, der Preis vertretbar, und die 500 Gramm zusätzliches Gewicht erscheinen auch auf Bergtouren akzeptabel.

Viel von dem was die Bebop 2 verspricht kann sie halten, auch wenn das Gewicht mit Tablet zur Steuerung, Netzteil, Reserveakku und Transport-Case letztendlich eher bei 2,5kg liegt und die Kameraleistung nicht zu ihren Stärken gehört.
Es ist trotzdem sehr unterhaltsam die ersten Flugversuche zu machen und erste eigene Aerial Videos aufzuzeichnen. Die Ergebnisse sind für den Amateurbereich völlig in Ordnung und machen Lust auf unseren bevorstehenden Praxistest im Triglav Nationalpark in Slowenien.

Ohne jegliche Vorkenntnisse entstanden die folgenden Aufnahmen bei zwei Testläufen in der Nähe von Stuttgart, bei denen wir uns mit der Steuerung vertraut machen wollten. Das Ergebnis ist mehr als zufriedenstellend, auch wenn in Sachen Videoschnitt und Vertonung noch Nachholbedarf besteht:

Flugeigenschaften

Die Steuerung ist so einfach wie man es sich nur vorstellen kann: Nach dem Betätigen des Start Buttons steigt die Drohne auf einen Meter Höhe und wartet auf weitere Anweisungen. Und auch das Landen erfolgt automatisiert auf Knopfdruck. In der Luft steht sie auch bei höheren Windgeschwindigkeiten stabil, Verbindungsprobleme konnte ich zu keinem Zeitpunkt feststellen.
Kurz: Die Bebop 2 Drohne ist für Einsteiger perfekt geeignet.


Kamera

Die 14 Megapixel Kamera nimmt Videos zwar in full HD auf und die Bildstabilisierung ist hervorragend, aber die Qualität ist nicht mit einer GoPro zu vergleichen.
Farben verschwimmen oft und scheinen matschig und auch die Farbwiedergabe lässt zu wünschen übrig. Ich empfehle die Nachbearbeitung mit einem (kostenlosen) Tool wie DaVinci Resolve.
Schade dass die Bebop 2 als fliegende Kamera gerade auf diesem Gebiet so zurück bleibt.
Es bleibt zu hoffen, dass hier irgendwann ein Upgrade Set angeboten wird. Das wäre durch den modularen Aufbau der Drohne sicher relativ problemlos machbar.


Der Rest

  • Alle Komponenten sind einzeln als Ersatzteile erhältlich.
  • Freeflight 3, die App zur Steuerung der Bebop 2, ist in der Basisversion kostenlos. Die Premium Version kostet ca. 20 Euro und ermöglicht Flugplanung mittels GPS Koordinaten.
  • Der separat erhältliche Skyontroller (ca. 350 Euro) erhöht die Reichweite von 300m auf 2km. In Foren berichten User von ähnlichen Ergebnissen durch Umbauten der Antenne des steuernden Tablets.
  • Die Drohne verfügt lediglich über 8 GB internen Speicher, der nach ca. einer Stunde Aufnahmezeit voll ist. Ein Slot für auswechselbare Speicherkarten wäre mehr als wünschenswert.
  • Unter Android und via Kabelverbindung wird sie auf Tablets oder Smart Phones nicht als Gerät oder Laufwerk erkannt. Der Datentransfer muss hier also über WLAN erfolgen, was zeitraubend ist und die Akkus belastet. Ärgerlich besonders bei mehrtägigen Wander- oder Radtouren, bei denen man nicht unbedingt einen Laptop dabei hat.

Die Bebop 2 Drohne ist durch ihre Steuerung komplett einsteigerfreundlich und es macht Spaß sie zu fliegen. Profi-Aufnahmen der Kamera sollte man allerdings nicht erwarten.
Für längere Outdoor-Touren ist sie dank ihres geringen Gewichts zwar grundsätzlich geeignet, allerdings wird die Medienverwaltung durch den fest verbauten Speicher erschwert.
Ihr idealer Einsatzbereich dürfte somit bei Tagesausflügen liegen.

Bebop 2 Drohne

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