Highlands in Schottland

  1. Anreise mit Fahrrad nach Schottland
  2. Edinburgh
  3. John o' Groats - Bettyhill
  4. Bettyhill - Durness
  5. Durness - Unapool
  6. Unapool - Ullapool
  7. Ullapool - Inverness
  8. Inverness - Fort Augustus
  9. Fort Augustus - Inchree

Anreise mit Fahrrad nach Schottland

Egal wie du zum Beginn der Tour nach John o‘ Groats gelangen willst, Inverness ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt in den Highlands. Die schnellste und günstigste Anreise ist also der Flug dorthin. Wir versuchen bei unseren Reisen aber auf das Flugzeug zu verzichten, was die Planung für unseren Hinweg hier deutlich komplizierter macht:
Mit der Bahn ist es möglich durch den Eurotunnel und ab London mit dem Caledonian Sleeper nach Inverness zu fahren. Es gibt auch eine Zugverbindung ab Newcastle, dem Zielhafen der Fähre aus Amsterdam.
In Inverness bieten einige Taxi Services den Radtransport ins 200 Kilometer entfernte John o‘ Groats an. Außerdem fährt eine Regionalbahn nach Wick oder Thurso, beide ungefähr 30 Kilometer vom Startpunkt entfernt. Diese Reststrecke kann entweder mit einem (vorher zu reservierenden) Taxi oder direkt mit dem Rad absolviert werden.
Für die Anfahrt mit dem Auto empfiehlt sich die Fährverbindung von Amsterdam nach Newcastle, dem nördlichsten Hafen, der vom Festland aus angelaufen wird.
Ob mit Zug oder Auto … die dänische Reederei DFDS stellt die einzige Fähre für diese Überfahrt, hier lohnt sich die Anreise als Gruppe: Der Transfer ist pro Person zwar recht günstig, dazu kommen aber die zwangsläufig zu buchende Kabine und eventuell ein Fahrzeug.

In britischen Zügen gibt es bis zu sechs Radplätze. Diese müssen mindestens 24 Stunden vor Abreise telefonisch oder am Schalter reserviert werden. In einigen Fernzügen dürfen Räder nur in einer Transportbox mitgenommen werden.

Wir haben das Glück, zu besten Konditionen einen Fahrer samt Van anheuern zu können. So fahren wir nach Amsterdam und nach einer Pause dort zum Fährhafen IJmuiden. Am nächsten Morgen geht es von Newcastle im Linksverkehr weiter nach Edinburgh, wo wir uns für den Rest des Tages die Hauptstadt Schottlands anschauen. Am darauf folgenden Tag fahren wir bis zu unserem Startpunkt John o‘ Groats – ab Inverness auf der Panoramaroute North Coast 500 entlang der malerischen Ostküste Schottlands.

Edinburgh

Auch wenn große Teile des in Edinburgh spielenden Trainspotting im abgeranzteren Glasgow gedreht wurden … als Fan des Films war ich gespannt: Würde ich das Gefühl haben, dass in Edinburgh jeden Augenblick Renton, Sick Boy, Begbie und Spud um die Ecke biegen könnten?
Knapp eine halbe Million Einwohner leben in der Hauptstadt Schottlands. Es gibt hier eine Menge Kultur, historische Gebäude, schottische Geschichte und noch mehr Touristen.
Wir parken vor The Elephant House, dem Café in dem J. K. Rowling angeblich Teile von Harry Potter geschrieben hat, und streifen durch Edinburghs Old Town. Wir kommen am Edinburgh Castle vorbei und passieren die Victoria Street und den Fleshmarket Close. Irritiert stellen wir fest, dass viele Schotten trotz für uns kühler Temperaturen in T-Shirt und Shorts unterwegs sind. Diese 15 Grad Celsius scheinen tatsächlich der schottische Sommer zu sein.

Auf der North Bridge in Edinburgh

Am Abend machen wir uns bei kohlensäurefreiem Ale in den Pubs des Grassmarket mit dem Nachtleben vertraut bevor wir feststellen, dass im freien Bett unseres Hostel Zimmers der lauteste Schnarcher aller Zeiten einquartiert wurde.
Und das Trainspotting-Gefühl? Gab es an den von uns besuchten Orten nicht, wobei Begbie dorthin sicher auch nur einen Fuß gesetzt hätte, um während des Edinburgh Festivals auf Beutefang zu gehen. Dafür gibt es in der ganzen Stadt Trainspotting-Reverenzen und Merch.
Am nächsten Tag fahren wir unausgeschlafen und gerädert über die Forth Road Brücke auf idyllischen Straßen weiter bis zum Startpunkt der Radtour nach John o‘ Groats. Von hier aus ist auch ein Ausflug mit der Fähre zu den Orkney Inseln möglich.

John o' Groats - Bettyhill

Gesamtanstieg: 898 m
Gesamtabstieg: -882 m
Maximale Höhe: 159 m
Minimale Höhe: 1 m
Gesamtstrecke: 80.4 km

Nahe von Dunnet Head (dem nördlichsten Punkt der britischen Hauptinsel) liegt mit John o‘ Groats die nördlichste Siedlung Schottlands. Das Dorf ist Ausgangs- oder Endpunkt aller End-to-End Touren, und auch unsere erste Etappe ist als Beginn einer Durchquerung Großbritanniens geeignet.
Die Tour folgt der Küstenstraße A836 und verläuft anfangs leicht hügelig, vorbei an grasenden Schafen und Kühen. Nach Thurso, einem dem auf einer alten Wikingersiedlung gegründeten Städtchen, wird es deutlich bergiger. Die karge, weite Landschaft wechselt sich hier mit großen grünen Weiden ab und hin und wieder taucht ein kleiner Bergsee am Wegesrand auf.
Nach mehr Höhenmetern als wir für den Einstieg erwartet hatten liegt schließlich das Dörfchen Bettyhill idyllisch am Meer. Hier gibt es einen Campingplatz, ein Café, ein Hotel, einen Tante-Emma-Laden mit angegliedertem Postamt und eine handvoll Häuser … Damit ist es schon ein größerer Ort in den nördlichen Highlands.

Bettyhill - Durness

Gesamtanstieg: 1183 m
Gesamtabstieg: -1201 m
Maximale Höhe: 225 m
Minimale Höhe: 1 m
Gesamtstrecke: 68.51 km

Die heutige Etappe beginnt direkt fordernd mit einigen ordentlichen Steigungen. Die Landschaft entschädigt dafür aber locker: Prärieartige Hochebenen wechseln sich mit schönen Küstenabschnitten und Bergpanoramen ab.
Anfangs folgt die Tour weiter der A836 weiter, bis sie in Tongue auf die A838 wechselt. Hier führt eine Brücke über die Kyle of Tongue Bucht, bevor die härteste Steigung des Tages dich auf ein windiges, einsames und sehr schönes Plateau bringt. An dessen Ende folgt die Abfahrt zum Loch Eriboll. Dieser Meeresarm ist nicht nur wunderschön von Bergen eingefasst, sondern auch historischer Boden: Hierhin wurden 1945 die deutschen Nordatlantik-U-Boote beordert, um an die Alliierten übergeben zu werden. Ihre Bewaffnung wurde dabei größtenteils an Ort und Stelle demontiert und versenkt. Auf der Westseite des Fjords geht es vorbei an einem kleinen Campingplatz mit Bistro, bevor endlich das Örtchen Durness in Sicht kommt.

Tipps:

  • Kurz vor Durness liegt die Smoo Cave – eine Höhle, die bereits in der Steinzeit besiedelt wurde und durch deren Decke sich ein Wasserfall ergiesst.
  • Etwas westlich befindet sich das sturmumtoste Cape Wrath sowie die Sandwood Bay mit ihren kilometerlangen Sandstränden.

Durness - Unapool

Gesamtanstieg: 1036 m
Gesamtabstieg: -1056 m
Maximale Höhe: 192 m
Minimale Höhe: 1 m
Gesamtstrecke: 57.65 km

Der Streckenabschnitt beginnt malerisch mit einer Fahrt entlang des Ufers der Kyle of Durness Bucht. Und auch die Umgebung ist spektakulär. Fast erinnert die Bergwelt der Highlands mit ihren Felsformationen und dem kargen Bewuchs hier an die Hochalpen. In den Niederungen grasen auf den saftig grünen Weiden immer wieder Schafe, während hin und wieder ein Wohnmobil über die enge Straße rumpelt.
Bei der Laxford Bridge wechselt die Route von der A838 auf die A894. Auf dieser geht es weiter bis zur Kylesku Bridge, die den Loch a‘ Chàirn Bhàin überquert. Knapp zwei  Kilometer weiter liegt dann Unapool, ein winziges Örtchen das aus lediglich einigen Häusern am Straßenrand besteht, die sehr idyllisch direkt am Loch Glencoul stehen.

Tipps:

  • In Unapool kannst du sehr schön im Maryck Bed & Breakfast unterkommen. Allerdings gibt es hier nur zwei Zimmer, so dass eine Reservierung empfehlenswert ist.
  • In etwa 1,5 Kilometer Entfernung befindet sich das Kylesku Hotel, wo du im zugehörigen Restaurant direkt am See schottische Spezialitäten und Sea Food auf Sterne-Niveau genießen kannst. Mit etwas Glück siehst du beim Essen sogar Robben. Vom Hotel aus starten auch Bootstouren auf den Loch Glencoul, bei denen du Wildtiere wie Robben und Seeadler beobachten kannst.

Unapool - Ullapool

Gesamtanstieg: 958 m
Gesamtabstieg: -982 m
Maximale Höhe: 261 m
Minimale Höhe: 2 m
Gesamtstrecke: 51.33 km

Direkt nach dem Start ist erst einmal eine fordernde Steigung zu bewältigen, die Aussicht vom Gipfel ist jedoch atemberaubend. Nach einer steilen Abfahrt wechselt die Route am Ufer des Loch Assynt von der A894 auf die A837, die entlang des Seeufers verläuft. Hier liegen auch die malerischen Ruinen von Ardvreck Castle und Calda House und laden zu einer Pause ein. Du verlässt die A837 bei Ledmore und biegst in die A835 ein. Knapp zwei Kilometer nach der Kreuzung findet sich dann mit dem Tearoom in Elphin die einzige Möglichkeit zum Einkaufen und Einkehren auf dieser Etappe.
Vorbei am Geopark Knockan Crag geht es weiter durch die kargen Highlands, bis du bei dem Fischerdorf Ardmair die malerische Küste erreichst. Nahe zum Meer führen die letzten Kilometer auf einer idyllischen Strecke bis nach Ullapool. In dem 1500-Seelen-Dorf anzukommen fühlt sich wie ein Zivilisationsschock an: Nach den äußerst dünn besiedelten nördlichen Highlands überlasten die Hotels, Restaurants, Supermärkte und Touristen die Sinne. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase überwiegen aber klar die Vorteile (Waschsalon, internationale Küche, …)

Tipps:

  • Von Ullapool aus gehen Fähren nach Stornoway auf den Äußeren Hebriden und zur nahe gelegenen Inselgruppe der Summer Isles.
  • Das indische Restaurant am Campingplatz ist hervorragend!

Ullapool - Inverness

Gesamtanstieg: 1030 m
Gesamtabstieg: -1041 m
Maximale Höhe: 288 m
Minimale Höhe: 1 m
Gesamtstrecke: 96.45 km

Die Etappe folgt anfangs dem Ufer des Loch Broom nach Süden. Obwohl die A835 hier die Hauptverbindungsroute von West nach Ost ist, gibt es nur sehr wenig Verkehr.
Nach der größten Steigung des Tages liegen auf einer Hochebene erst der Loch Droma und dann der Stausee Loch Glascarnoch. An dessen Südufer bietet sich mit dem Altguish Inn die einzige Möglichkeit, auf dem mittleren Teil der Strecke einzukehren. Spätestens ab dem Loch Garve und dem Örtchen Tarvie ist es vorbei mit der Einsamkeit auf der Straße: Die Strecke wird immer befahrener je näher das Tagesziel rückt. Nach etwa zwei Dritteln der Etappe verändert sich dann auch die Umgebung schlagartig: Anstelle der kargen, weitläufigen Berglandschaft treten sattgrüne Wiesen und Felder, und die Straße wird von dichtem Wald gesäumt.
Du verlässt die mittlerweile stark befahrene A385 bei Marybank und fährst auf ruhigen Nebenstraßen weiter, bis du die Beauly Firth Bucht erreichst. An deren Ufer liegt in wenigen Kilometer Entfernung schließlich Inverness, mit knapp 50.000 Einwohnern die nördlichste City Großbritanniens und Hauptstadt des Bezirks Highland. Wie am Vortag in Ullapool benötigen die Sinne auch heute kurz Zeit, um sich an das Gewirr aus Autos, Menschen und Läden zu gewöhnen.

Inverness - Fort Augustus

Gesamtanstieg: 1007 m
Gesamtabstieg: -986 m
Maximale Höhe: 392 m
Minimale Höhe: 3 m
Gesamtstrecke: 56.49 km

Der Great Glen Cycleway ist ein ausgeschildertert – und teils gut ausgebauter – Radweg von Inverness nach Fort William. Auf der heutigen Etappe kannst du also einfach immer den Schildern mit der 78 folgen.
Die Landschaft kurz nach Inverness wirkt mit ihren Wiesen und Wäldern unerwartet vertraut und erinnert fast an heimische Gefilde. Bald nach Inverness beginnt der berühmte Loch Ness, an dessen Südufer die idyllische Route verläuft – das ist sicher die bessere Alternative zur stark befahrenen A82 am Nordufer. Nach einigen Kilometern und nachdem du den malerischen Ausblick am Boleskine Burial Ground Militärfriedhof genossen hast, verlässt die Route den See.
Jetzt beginnt eine langgezogene Steigung die es in sich hat, während sich die Umgebung optisch wieder mehr in Richtung Highlands verändert. Bei den Falls of Foyers Wasserfällen lädt ein kleines Café zu einer Pause ein, bevor es auf der Steigung weiter geht – in unserem Fall begleitet von extrem starkem Gegenwind. Endlich auf dem Gipfel angekommen bietet sich am Suidhe Viewpoint Gelegenheit die Umgebung zu genießen, bevor es in einer langen und steilen Abfahrt vorbei am Loch Tarff hinunter nach Fort Augustus am südlichen Ufer des Loch Ness geht.

Tipps:

  • Das sagenumwobene Monster von Loch Ness wird natürlich am ganzen See touristisch verwertet. So auch in dem kleinen Örtchen Fort Augustus, in dem es neben einer handvoll Pubs und einer Schleusenanlage mit Drehbrücke auch Bootstouren auf den See gibt. Dabei kannst du dann eventuell Nessie selbst sehen
  • Das Morag’s Lodge ist ein sehr schönes und günstiges Hostel direkt in Fort Augustus.

Fort Augustus - Inchree

Gesamtanstieg: 894 m
Gesamtabstieg: -911 m
Maximale Höhe: 122 m
Minimale Höhe: 1 m
Gesamtstrecke: 65.46 km

Der Großteil der heutigen Etappe geht auf dem sehr gut ausgeschilderten Radweg 78 (Great Glen Cycleway) weiter. Dieser folgt dem Caledonian Canal, einem Verbindungskanal zwischen verschiedenen Lochs, und ist über weite Strecken Waldweg oder – bei Regen – Schlammpiste. Der Weg läuft durch sattgrüne Wälder und vorbei an Wasserfällen, immer am Ufer eines Lochs oder des Kanals. Hin und wieder überquerst du eine Schleuse.
Bei Lochyside stehen direkt am Weg die Ruinen des geschichtsträchtigen Old Inverlochy Castle, das eine wichtige Rolle in den schottischen Bürgerkriegen spielte. Wenig später geht in Fort William nahe der Tourist Info eine Fähre über den Loch Linnhe, auf der nördlichen Seeseite verläuft dann ein sehr schöner Radweg am Ufer entlang. Am Südufer des Sees kannst du in Corran wieder übersetzen und bist dann fast schon in Inchree. Das merken wir aber erst, als wir am nächsten Tag zurück nach Fort William fahren, um unseren Zug zu nehmen.
Wir folgen stattdessen der A82 am Südufer und erleben einen der schlimmsten Streckenabschnitte, die wir bisher gefahren sind: Die Straße ist eng und extrem stark befahren, wir sind fast die einzigen Radfahrer und stauen lange Kolonnen mit LKWs hinter uns. Ständig erleben wir waghalsige Überholmanöver und der Regen macht die nasse Straße nicht besser … Ganz klar nicht die angenehmsten zwölf Kilometer. Dadurch haben wir kaum Augen für den zur Linken liegenden Ben Nevis, den höchsten Berg Schottlands.

  • H Hoehenwarter Monika
    am

    Hallo,ihr lieben!bin 2017 kzrz nach meiner pensionierung von st.pölten(nähe wien) mit dem zug nach amsterdam.von dort mit dem fahrrad nach ijumiden.mit der fähre nach newcastle.dann den hadriansweg entlang über hexham,gretna green an die westküste.durch newgalloway nationalpark,greenock,fähre donoo,oban,dallmaly,ford williams ,ford augustus,inverness,nairn,ellon,richtung aberdeen,stonhaven,montrose,falkland,edingurgh und wieder zurück nach newcastle.das sind ca.1700km.diese strecke ist sehr empfehlenswert.und gut zu befahren.radwege sind super.habe wenig hauptstraßen benützt.es gibt robben und delphine.die landschaft ist unbeschreiblich.im osten genauso wie im westen.wer mal ausgefallen und günstig übernachten will sollte unbedingt dallmaly station anfahren.schottland pur.viel spaß beim radeln.Lg.Monika

    Antworten

    • Nico Nico
      am

      Hi Monika!
      Das klingt nach einer tollen Tour! Ich denke von Inchree bis Inverness werden wir die gleiche Strecke gefahren sein, wenn auch in entgegengesetzter Richtung. Du bist wahrscheinlich vorher noch durch das Glencoe Tal gefahren … Das sah aus dem Zug heraus unglaublich aus, ich ärgere mich immer noch, dass wir das ausgelassen haben.
      Viele Grüße

      Antworten

  • F Felix
    am

    Na das macht mir ja Hoffnung…
    Ich fahre am 7. Juni los. North coast 500 und wenn noch Zeit bleibt von Inverness nach Edinburgh durch die Cairngorms.
    Ich war schon in Schottland und kenne die Midges, übles Getier. Ich hoffe an der Küste wegen des Windes etwas verschont zu bleiben. Ändern kann ich das Jetzt sowieso nicht mehr.
    Aber ein toller Bericht, meine Vorfreude steigt schon wieder.
    Ihr seid an der Westküste runtergefahren: wie war das mit dem Wind? Klassischerweise fahren Radler anders herum, um den Wind nicht ganz so oft von vorne zu haben, dabei hat man aber die doofen Größen Straßen an der Ostküste am Ende. Landschaftlich macht es sicher Sinn links herum zu fahren.
    Bin noch nicht ganz sicher.

    Antworten

    • Nico Nico
      am

      Hi Felix!
      Der Wind war meist – gefühlt – nicht übermäßig stark, an dem Ende gab es kein Problem.
      Die Ostküste haben wir aus dem Van heraus auf der Hinfahrt gesehen, ich fand dann die rauere Westküste fast etwas beeindruckender.
      Alles in allem war die Tour wunderschön, ich bin ein wenig neidisch.
      Dir viel Spaß und vielleicht hast du mit dem Regen ja mehr Glück als wir.

      Antworten

  • H Heike
    am

    Hallo,

    das ist wirklich ein schöner Blog, den ihr da betreibt!
    Wann genau wart ihr denn auf dem Great Glen Way unterwegs? Und habt ihr da wirklich schlimm schlammige Waldwege erlebt? Wir haben Ende August/Anfang September das Stück von Inverness nach Fort William geplant und fragen uns, ob wir da genauso „unbedarft“ rangehen können wie an unsere bisherigen Touren rund um Inverness oder zwischen Glasgow und Edinburgh bzw. entlang der Ostküste zwischen Edinburgh und Newcastle, auf denen wir (zwischen Juli und September) allen Ernstes bislang nur einmal eine Regenetappe erlebt haben (ehrlich! :-)), und die lag auch noch in England.
    Auch von den Midges sind wir trotz vielfacher Warnung („What, a concert near a river? Be prepared!“) tatsächlich nie belästigt worden. Wie es scheint, haben wir bisher enormes Glück gehabt – hoffentlich hält das auch für die anstehende Reise mit einem befreundeten Pärchen. 🙂
    Viele Grüße, Heike

    Antworten

    • Nico Nico
      am

      Hallo Heike,
      danke! Wir haben die Tour vor ziemlich genau einem Jahr gemacht: Ende Mai / Anfang Juni 2017.
      Der Great Glen Cycleway verläuft zwischen Fort Augustus und Inchree teilweise auf Waldwegen. Bei trockenem Wetter ist das sicher kein Problem. Bei Regen war da zwar eine Menge Schlamm, der Weg aber weiterhin befahrbar.
      Was die Midges angeht waren wir wohl im besten Zeitraum unterwegs: „Traditionally, our largest catches (in Midge Forecast traps) have always been the first week of June.“ 😀
      Falls es sich einrichten lässt, versucht auf jeden Fall das Glen Coe Tal nahe Fort William mit dem Fahrrad mitzunehmen. Wir sind leider nur mit dem Zug durchgefahren und es sah wunderschön aus! Die Wildlife Tour von Oban zu den Inneren Hebriden war auch ein Highlight das ich euch nur nahe legen kann.
      Viel Spaß!
      Nico

      Antworten

      • H Heike
        am

        Hallo Nico,
        im Juni waren wir tatsächlich noch nie in Schottland – unter Midges-Aspekten vielleicht auch ganz gut so. 🙂
        Danke für den Tipp mit Glen Coe – bei dieser Tour wird es leider zeitlich nicht klappen, über Fort William hinauszufahren, aber die Fortführung bis Oban und auf die Inseln steht durchaus noch mal an.
        Viele Grüße und Euch auch weiter viel Spaß auf Euren Touren!
        Heike

        Antworten

  • M Monika & Petar Fuchs
    am

    Hallo Steffi, hallo Nico,

    die Routenbeschreibung Eurer Radtour macht echt Lust darauf, die Highlands näher kennen zu lernen. Wir waren letztes Jahr zum ersten Mal zu einem Wochenendbesuch in Inverness und am Loch Ness. Von der Landschaft der Highlands haben wir da noch nicht so viel mitbekommen.

    Wir sind allerdings keine Radfahrer, sondern eher Roadtripper und erkunden unsere Reiseziele gern auf gemütlichen Autotouren. Sind denn die Wege, die Ihr hier beschreibt, nur für Radfahrer oder kann man die auch mit einem Auto befahren?

    Liebe Grüße,
    Monika

    Antworten

    • Nico Nico
      am

      Hallo Monika,
      Am Loch Ness und in Inverness hat es uns auch sehr gut gefallen.
      Die Strecke kann fast komplett mit dem Auto gefahren werden, ein großer Teil davon sogar bei schönen Ausblicken auf der Panoramastraße Nort Coast 500.
      Wenn ich mich richtig erinnere gibt es auf der Etappe von Inverness nach Fort Augustus kürzere Abschnitte auf Radwegen, aber immer parallel zu Autostraßen. Die Strecke von Fort Augustus nach Inchree verläuft zu großen Teilen auf Rad-/Waldwegen. Aber auch hier gibt es immer eine parallele Autostraße.
      Falls ihr dort seid versucht auf jeden Fall das Glencoe Tal mitzunehmen. Ich glaube wir haben da ein echtes Highlight verpasst …
      Viel Spaß!

      Antworten

  • T Tim
    am

    Der Bericht deckt sich mit dem Bericht der Schotten und Engländer die ich auf meiner Europareise getroffen habe. Wem Regen nichts ausmacht kann gerne fahren, habe mich dann doch spontan für das Baltikum entschieden. Obwohl ich dort ähnlich jeden Tag das Wetter gegen mich hatte, nur war es dort der Wind 🙂

    Antworten

    • Nico Nico
      am

      Lakonischer Kommentar dazu von einem Briten, den wir in später in Nizza getroffen haben: „Welcome to Scotland, Mate“.
      Für uns war das Wetter auf Dauer auch nichts. Wir haben dann die eigentlich geplante UK End-to-End Tour abgebrochen und auf der Wetterkarte geschaut, wo das nächste Sonnensymbol ist (in Nantes). Von dem Punkt an haben wir die nächsten knapp drei Monate zu großen Teilen improvisiert, waren in einer Hitzewelle in West- und Südfrankreich, Spanien, Sardinien usw. Definitiv die richtige Entscheidung für uns 🙂
      Das Baltikum war sicher auch spannend! Besonders Transnistrien und Südosteuropa haben wir für nächstes Jahr auf dem Zettel, wenn auch nicht mit dem Fahrrad.

      Antworten

Diese Route ist Teil der Tour
Long Road EU - Von Nordwest- nach Südeuropa